Exemplarischer Trainingsablauf
- Sensei betritt die Matte
Wenn der Sensei die Matte betritt beginnt der Untericht. D.h. alle Gespräche verstummen und Ruhe kehrt ein. Die Aikidoka nehmen im Kniesitz am Rand der Matte platz. Der Sensei wird sich in der Mitte der Matte ebenfalls im Kniesitz plazieren. In der Regel begrüßt der Sensei seine Schüler formlos und persönlich.
- Meditation
Die Meditation soll allen im Raum die Zeit geben seine Gedanken zu sammeln und sie dann langsam verstummen zu lassen. So ermöglicht man es dem Geist sich für daß Kommende zu öffnen. Die Meditation wird durch den Sensei eingeleitet. Meist wird ein kurzes, leise gesprochenes Kommando dazu benutz.
- Aufwärmen
Aikido nutzt im großen Maße den Schwung und die Hebel des Gegners um ihn davon zu überzeugen daß Gewaltanwendung keine Lösung ist. Dabei werden die Gelenke des Angreifers in ihrer natürlichen Bewegngsrichtung belastet. Dem zufolge werden beim warm machen alle Muskeln rund um die Gelenke aufgewärmt und gedehnt. Die Schwerpunkte werden dabei vom Sensei auf die beim folgenden Training gebrauchten Partien gelegt.
- Grundübungen
Bestimmte Bewegungsabläufe sind für den Aikidoka so elementar daß sie bei jedem Training geübt werden. Dazu gehören die Schritte Irimi und Tenkan die Bestandteil jeder Technik sind. Außerdem wird Tai-sabaki im stehen und auf Knien geübt. Ganz wichtig sind auch die Rollen vor- wie rückwärts.
- Vorführung einer Technik
Die nächste Stunde des Trainings gehört dem einstudieren und wiederholen von Aikidotechniken. Dazu nehmen die Schüler am Rand der Matte wieder im Kniesitz platz. Der Sensei wählt einen schon erfahreneren Schüler oder einen Dan Träger zu Demonstrationzwecken aus. Zusammen mit dem Partner führt der Sensei eine Technik vor. Dabei erleutert er jeden Teil des Bewegungsablaufs um parallelen zu anderen Techniken aufzuzeigen oder auf Gefahren aufmerksam zu machen die vom Angreifer oder auch vom Verteidiger ausgehen könnten. Am Ende der Vorführung die selten länger als drei Minuten ist, fordert er die Schüler auf das Vorgeführte nachzumachen. Woraufhin sich alle Schüler vor dem Sensei verbeugen um ihm zu danken.
- Üben einer Technik
Nach der Vorführung folgt die Übung einer Technik. Dazu bilden sich je nach dem Platzbedarf einer Technik Gruppen von zwei bis vier Aikidoka. Dabei achtet man darauf daß jeder mit jedem trainiert. Es gibt keinerlei Trennung zwischen erfahrenen und unerfahrenen Aikidoka. Cliquenbildung zwischen einigen Aikidoka sind ebenfalls nicht erwünscht.
Hat man seinen Partner für die Übung gefunden verbeugt man sich voreinander und versucht so gut wie man es kann die vorgeführte Technik auszuüben. Der Sensei gibt bei Bedarf Hilfestellungen. Die Übung wird durch ein Kommando des Sensei beendet worauf hin sich die Aikidoka die gerade miteinander trainiert haben nochmals voreinander Verbeugen und sich zum Rand der Matte begeben wo sie im Kniesitz Platz nehmen.
- Ende des Trainings
Nach Beendigung der letzten Übung sitzen die Akidoka am Rand der Matte. Der Sensei setzt sich wie bei Begin des Trainings in die Mitte der Matte. Meist sagt er noch ein paar Worte zum Training und einen kleinen Ausblick auf daß nächste. Danach folgt wieder eine Meditation zur Beruhigung des Körpers und des Geistes. Anschließend verbeugen sich Sensei und Schüler voreinander wobei sich die Schüler in japanisch bedanken. Danach dreht sich der Sensei zum Photo des O Sensei und alle verbeugen sich mit ihm stumm vor dem Bild. Der Sensei steht auf und geht zum Rand der Matte. Man verbeugt sich nochmals mit dem Sensei. Jetzt ist der Untericht beendet. Die letzte Aktion ist eine kurze Verbeugung vor dem Photo des O Sensei vor dem verlassen des Dojo.
Verhaltensregeln in einem Dojo Photos des Rhein Sieg Dojo